Freitag, 9. November 2007

Die Reise nach Barcelona












Am Mittwoch den 7. November 2007 begab sich der kleine Manfred nun auf die Reise nach Barcelona. Nach Verabschiedung des Vaters morgens um 5 machte er nochmals die Augen zu und genoss die letzten Minuten in seinem Bett. Wenige Minuten später jedoch begann das Abschied sagen der Mutter, welche sich einfach ins Bettchen dazu legte. Nach kurzem Klatsch und Tratsch hatte er schlussendlich doch noch ein paar Minuten zur Ruhe gefunden.

Den Taxi Driver Job übernahm heute die liebe Kathrin und alles lief nach Plan. Kein Stau, nichts vergessen, pünktlich, keine Probleme beim Check-In, alles wunderbar. Eine Abschiedsträne wurde für Deutschland und Ihre Söhne und Töchter des Landes herausgepresst und es ging los….

Ich bin in den Flieger eingestiegen, 2 Minuten gelesen und eingeschlafen, wieder aufgewacht beim Landeanflug auf Barcelona.

Am Flughafen sauber gelandet und in den nächsten Bus zum Placa de Catalunya gehüpft. Der ganze Platz war versehen mit lauter blauen Schotten, welche sich für das anstehende Spiel gestern Abend (FC. Barcelona : Glasgow Rangers) versammelten. Die witzigen Schotten…betranken sich und es war größtenteils nur fuuuuuuckk, fuuuuuuuccccccckkkkk mit langem U gesprochen, zu hören.








Im nächsten Hostel „Campi“ eingecheckt und den Weg zu den auswärtigen Ämtern angetreten. Nach kurzem Verständigungsproblem mit dem Sicherheitsmann und kleinen Kontrollen nach Waffen oder sonstige Sprengsätze ging es dann auch schon weiter und ich bekam eine Wartenummer…

Als ich dann endlich an der Reihe war stellte ich fest, dass die gute Frau kein Wort Englisch, geschweige denn langsam katalanisch sprach. Nach Anwendung meiner Sprachkünste in Spanisch, Englisch, Deutsch und viele Anderen konnte ich aus den vielen vielen Wörtern, welche mir die gute Frau mit ins Gesicht schlug, photocopia erahnen. Sie drückte mit ein Formular in die Hand und sagte, vale!!!!

Darauf hin kam von meiner Seite ein freundliches Lächeln zurück und vale!!!! Beim Aufstehen bin ich dann tatsächlich mit meiner Tasche über den Schreibtisch gefahren und ihren Aktenstapel zu Boden gerissen. Perdone ! Kann ja mal vorkommen.

Aufgrund meiner männlichen Intuition war auch schnell ein Kopiergeschäft gefunden und mit Hilfe meines kleinen Langenscheidt Spanischübersetzers rasch das Formular ausgefüllt. Kurz drauf ging es wieder zurück um die Geschichte zu beenden. Hierbei habe ich dann meine ersten zwei Bekanntschaften gewonnen, welche mit den selbigen Problemen zu kämpfen hatten.

Abends hab ich mir dann das Fußballspiel angeschaut und ein dickes Bocadillio bei Pans & Company gegönnt. Auf dem Weg dahin bin ich an der „la Sagrada Familia“ und „la Pedrera“ vorbeigekommen. Beides stammt von Antoni Gaudi, das Haus la Pedrera (Steinbruch) verblüfft mit den runden Formen und mit seiner ungleichmäßigen Steinfassade, welche die ganze Ecke der Carrer de Provenca einnimmt. Schwer zu beschreiben, muss man einfach mal gesehen haben, kurz gesagt sieht einfach sehr wellig aus und passt nicht ganz in das System. Der Temple Expiatori de la Sagrada Familia war Gaudis letztes Bauvorhaben, welches heute noch nicht fertig gestellt ist. Die Kirche sollte als Buße für die ganzen Sünden der Moderne gelten. Es zieht jährlich ca. 2 Mio. Besucher an und ist damit die am stärksten besuchte Sehenswürdigkeit Spaniens. Naja, ich habe das Teil bisher nur bei Nacht gesehen und die Kirche ist leider nicht beleuchtet, kommt aber wirklich nicht schlecht. Ich wurde sagen nicht unbedingt von dieser Welt, sieht schon sehr Angst ergreifend aus. So weit so gut, das Innere spare ich mir solange auf, bis hier mal jemand zu Besuch kommt.

Am nächsten Tag stand ebenfalls noch mal die Bürokratie vor der Tür, zur Bank, Polizei und zum Ministerio de Trabajo y asuntos Sociales. Über die Kunst meiner Sprache möchte ich nun nicht weiter schreiben, falls es mal nicht so geklappt hat, was selten vorkommt, hab ich mein breites Lächeln und bösen Blick gleichzeitig aufgesetzt. Seit heute bin ich nun Besitzer einer:

Numero del Documento de Identidad: kurz NIE Number (zu deutsch, ich bin nun auch in Barcelona)

El numero de Seguridad Social o de afiliacion siguiente: kurz Sozialversicherungsnummer.

Ich kann jetzt arbeiten, kann mir Monatsticket kaufen und Handyverträge auf meine NIE Nummer unterzeichnen.

Übrigens hier ist meine neue Handy.Nr: 0034 / 617160962

Und den Arc de Triomf ist mir heute auch noch vor die Linse gelaufen.








Alles in Allem bin ich soweit sehr begeistert, für unsere Elektro-Freunde aus Rodnek-City und Weingardddaa wird hier ebenfalls einiges geboten. Die Beats und Breaks sind fast jeden Tag am dampfen, DJs from all around the world….

Morgen legt der Herr David Guetta im Pacha und Ende diesen Monat wird AIR über Land und Wasser gebracht.

Dann gibt es hier noch so tolle Sachen wie den HAIR-Club, ein Haar Salon mit live elektro Dj set jeden Tag und allen Drinks inbegriffen.

-> Everything your hair wants to feel

So, nu is aber Schluss.

Buenas Noches!! Es grüßt der Fisch

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

nice fischi,
wusste gar nicht, dass du so ein schreiberling bist...;)
weiter so!

Anonym hat gesagt…

"Dickes kleines Kind stirbt bei Brot und Schinken" So wird sie heißen die Ueberschrift der deutschen Barcelona Ausgabe der BILD.

Beste Grüße