Mittwoch, 21. November 2007

Mal wieder einer dieser Sonntage

Wir schreiben Sonntag, den 18.11.2007 sage und schreibe 19:37 Uhr. Seit meiner Ankunft sind nun 10 Tage verronnen. Als kleines Begleitmusikstück wird Ensalada Mista’s neueste Kreation im Hintergrund geschallt, welches der Schreibfeder zur Unterstützung beiträgt.
Am Anfang der Woche stand mein erster Arbeitstag vor der Tür. Zum Glück begann alles zu einer angenehmen Zeit um 9:00Uhr. Zum Essen gab es ein kleines Frühstück im Hotel mit alten Brötchen und Erdbeere– und Pfirsichkonfitüre. Der Hunger war an diesem Morgen nicht allzu groß, was mir aufgrund der Beschaffenheit des Frühstückes auch zu Gute kam.
Ich begab mich auf die „La Rambla“, folgte dieser zu Ende am Hafen und lief direkt in Richtung des World Trade Centers. Es ist kaum zu übersehen und es zu verfehlen so gut wie unmöglich.
World Trade Center Barcelona

Ich habe mich an der Rezeption gemeldet und wurde rasch von meinem neuen Vorgesetzten Alessandro abgeholt und dem gesamten Programmteam vorgestellt. Ich habe mich ca. 25 Personen vorgestellt und mein erster Eindruck erwies sich als sehr positiv.
Die weiteren 4 Arbeitstage waren mit Einführungsgesprächen, dem Kennen lernen der Arbeitsabläufe und sonstigen Tätigkeiten bestückt.
Zum Mittag wird gelegentlich im Sugar Club diniert (etwas überspannt), welcher sich an die Divise hält, „weniger ist manchmal mehr“. Die Karte wird von meinen Arbeitskollegen übersetzt, da bisher meine Spanischkenntnisse noch nicht ausreichend sind. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Von Seiten der Arbeit gibt es keine Einwände, es sind sehr nette Arbeitskollegen, die aus den Niederlanden, Spanien natürlich selbst, Neuseeland, England, Frankreich, noch ein weiterer aus Deutschland sind. Somit sind an meinem Schreibtisch verschieden Sprachen aus allen Richtungen zu hören.
Nach der Arbeit wurde dann weiterhin nach neuen Wohnungen geschaut. Anfangs stellte sich die Suche recht einfach dar, da ich bereits nach dem 2. Tag eine Wohnungsbesichtigung hinter mich brachte. Jedoch wurde es um jeden weiteren Tag schwerer und schwerer. Andere Wohnungen waren zu weit von der Arbeitsstelle entfernt, Andere waren zu teuer und wiederum Andere einfach nur schlecht.






Am Donnerstag wechselte ich das Hotel und lies mich in einem Hostel nieder. Ich war mit der Gesamtsituation des Hotels nicht zu frieden (Wie ihr alle wisst, bin ich nicht gerade zimperlich). Es traten Probleme auf, wie kein Wasser aus dem Hahn, stetiger Ausfall der Internetverbindung. Hinzu kam, dass mein Zimmer nicht mehr gereinigt wurde. Der Grund dafür könnte möglicherweise das Erschrecken der Servicedame sein. Sie versuchte meine Zimmer zu säubern und wurde durch meine Wenigkeit überrascht. Vom Anblick meines…;-)

Das neue Hostel lag sehr zentral und übertraf bei weitem den Service des Hotels. Leider konnte ich hier nicht länger bleiben, da am Wochenende die meisten Hotels und Hostels völlig überfüllt und ausgebucht sind. Also kam ich am Freitag von der Arbeit, schaute kurz nach meinem Gepäck im Hostel und begab mich zu einer weiteren Wohnungsbesichtigung. Also ich ankam waren bereits andere Interessenten anwesend und als ich ging sind mir weitere über den Weg gelaufen. Die Wohnung machte bisher mit Abstand den besten Eindruck und war von der Lage absolut peferkt..-> ahhh Traum. Zur Besatzung des Hauses gehörte eine Schweizerin (sprach deutsch), und 2 Argentinier (sprachen kein Englisch).

Ich ging zurück ins Hostel um mich bei der Dame nochmals um ein Zimmer zu vergewissern, leider gab es keine Stornierungen und weiterhin war kein Zimmer frei. Nach kurzem Plausch nahm mich die ca. 40iger jährige Dame aus Manchester mit Nachhause und gab mir ein Bettchen für die Nacht. Ich bin der lieben Frau mit meinem Gepäck durch die halbe Stadt gefolgt und habe anschließend mein Hab und Gut im 4. Stock abgestellt. Daraufhin erzählte sie mir von Ihrer Freundin einer Taxifahrerin, welche ebenfalls noch eine Wohnung zur Verfügung hätte. Sie arrangierte alles und wir wurden nach ca. 5 Min. im Partytaxi abgeholt. Wir fuhren zu Ihrer Wohnung. Auf dem Weg dahin wurde von beiden Damen kräftig auf die Oldies mitgesungen und es war ein angenehme Partystimmung zu spüren. Ich wurde schnell dem 3. Mitbewohner vorgestellt, welche so ca. über 50 war und durch die Wohnung geführt. Wir verblieben mit einer Bestätigung am folgenden Tage und sind mit lautem Beat zurück zum Zentrum gefahren. Von hier an sind wir nun wieder getrennte Wege gegangen und ich begab mich auf den Weg zum anstehenden Event „Ellen Allien“. Dazwischen bekam ich einen netten Anruf von der Simone (Schweizern). Sie haben sich von allen Bewerben für den Alemannen entschieden. Juuuhhhhhhhhuuuuuu, fett!!! Dann wäre das schon mal geklärt.

Weiter bei Ellen Allien. Ich stand an vorderster Front, sozusagen der 2. in der Reihe. Die Warteschlange wurde länger und länger, bis dann plötzlich mitgeteilt wurde……Heute nur Residents, Ellen Allien wird nicht kommen…….na toll!!!

Schnauze voll….auf dem Heimweg sah ich zufällig noch ein Plakat, BONOBO live @ Schuppen XY, jedoch hatte ich einfach keine Lust mehr und bin nach Hause zu der Manchester Mutti….

Am nächsten Tag habe ich meine sieben Sachen gepackt und bin umgezogen.








Ich wurde herzlich in die neue WG aufgenommen und am Abend gab es dann lecker Essen Spaghettata, es wurden Freunde aus den USA, Argentinien und Catalonia eingeladen. Folglich wurde in allen Sprachen diskutiert…..kann manchmal sehr lustig sein…manchmal werden aber auch die Witze einfach nicht verstanden….

Gegen später gab es dann Sound auf die Ohren von PAUL KALKBRENER. Adam Beyer wäre dieses Wochenende ebenfalls vertreten gewesen. Nächstes WE ist „Infected Mushroom“ an der Reihe, dass sage ich jetzt nur um die Elektro-Freunde etwas neidisch zu machen. Hihi

Na dann ihr Süßen, bewegt mal eure Hintern hier her!! Platz gibt es genügend…

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